Fehler in bildgebenden Systemen

Sowohl bei Bildaufnahme als auch bei der Bildwiedergabe kommt es zwangsläufig zu Abbildungsfehlern, deren Ursachen in nichtidealen realen Eigenschaften der Übertragungskette liegen.
Die Darstellung verdeutlicht die auftretenden Probleme am Beispiel eines mit einer CCD-Zeilenkamera aufgenommenen regelmäßigen Streifenmusters. Im Idealfall wäre das Bildsignal eine regelmäßige Rechteckkurve. In der Praxis weicht das Signal aber erheblich davon ab.

 

Folgende typischen Bildfehler treten auf:

  • Unschärfen
  • geometrische Verzeichnungen
  • ungleichmäßige Ausleuchtungen
  • Farbdivergenzen

Erschwerend kommt hinzu, dass all diese Fehler nicht gleichmäßig im Bild auftreten, sondern an einigen Stellen stärker und an anderen weniger stark. Man spricht dabei von ortsvarianten Bildfehlern. Gerade diese Ortsvarianz erschwert aber die Anwendung der klassischen Methoden der Bildrestauration wie z.B. die Inverse oder die Wiener-Filterung. Bei dem vorliegenden Verfahren zur Bildkorrektur wird deshalb ein künstliches neuronales Netz verwendet, welches alle diese Arten von Abbildungsfehlern gleichzeitig und ortsvariant berücksichtigt.